Große Insekten

Die größten Insekten

Viele Menschen haben Ekel oder gar Angst von Insekten. Wir haben eine kleine Bildershow vorbereitet mit den größten Insekten der Welt. Mit Gruselfaktor können Sie diesen Artikel schaurig-schön durchlesen.

Der aller Größte

Zeichnung Meganisoptera

© Pearson Scott Foresman


Da haben wir noch mal Glück gehabt. Der Größte von Allen: der Meganisoptera ist eine Libellenförmige Fliege bis zu 72cm Flügelspannweite. Damit wäre diese Gattung mit Abstand die Größte. Jetzt zum Glück: Sie ist inzwischen ausgestorben.

Riesenbockkäfer

Riesenbockkäfer

© Didier Descouens


Der Regenwald Amazonas beheimatet ja viele große Käfer. Aber dieser ist riesig. Mit Ihrer bis zu 20cm Länge können Ihre Mundwerkzeuge ganze Bleistifte zerbrechen. Demnach könnten diese Käfer auch menschliches Fleisch zerbeißen. Gerade dieser Käfer wird in Südafrika als Marketingkampagne für Tourismus benutzt – und es funktioniert. Das Problem ist aber dass diese Art von Käfer recht selten ist.

Gespenstschrecken

Gespenstschrecken

© WildManOfBorneo


Das sind wohl die längsten Insekten der Welt. Ihre Form ist oft sehr bizarr, verfolgt jedoch ein Ziel de Tarnung. Sie sehen aus wie Äste, Zweige und Laub und werden bis zu 60cm groß. Die Größten sind in Südostasien zu Hause und können eine Art übel riechendes Abwehspray versprühen. Diese Art ist harmlos und wird oft als Haustier gehalten.

Riesen Weta

Riesen Weta

Riesen Weta


Diese Art wird bis zu 10cm lang und sind mit Grillen verwandt. Diese Insekten sind dabei einer der schwersten. Sie können ein Kampfgewicht bis zu 70 g erreichen. Man findet Riesen Wetas in Neuseeland.

Goliathkäfer

Goliathkäfer

© Raul654


Wenn man Gewicht und Volumen zusammenzählt, dann sind diese Käfer wohl die aller größten Insekten auf der Erde. Dabei sind diese wunderschön anzusehen. Sie werden bis zu 110 g schwer und bis zu 10cm lang. In Freiheit sind diese Käfer Vegetarier, in Gefangenschaft jedoch ernährt sich diese jedoch gerne mit Protein im Fleisch.

Atlasspinner

Atlasspinner

© Quartl


Dieser wunderschöne Schmetterling ist im Malaiischen Archipel zu Hause. Diese vogelgroßen Insekten sind dabei die größten Schmetterlinge. Die Flügelspannweiten können bis zu 30cm sein. In Taiwan werden ihre Kokons gerne als Geldbörse benutzt.

Tarantulafalke

Tarantulafalke

© Robert DuHamelRsduhamel


Diese riesigen Wespen sind nun wirklich nicht schön anzuschauen. Diese sind so groß, dass diese in der Lage sind Vogelspinnen zu jagen. An ihren Beinen befinden sich Haken um sich an ihren Opfern festkrallen und Ihr Stachel ist 1 cm lang. Ihr Stich wird als schmerzhafteste Sache der Welt gewertet. Diese Wespen sind jedoch zahm und greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.

Australische Großschabe

Australische Großschabe

© Mark Pellegrini (Raul654)


Seltsamerweise wird diese Kakerlake sehr gerne als Haustier gehalten und kann dabei 10 Jahre leben. Sie wird bis zu 8cm lang. Diese Kakerlake ist dabei kein Schädling und spielt in unserem Ökosystem eine wichtige Rolle.

Königin-Alexandra-Vogelfalter

Königin-Alexandra-Vogelfalter

© Mark Pellegrini (Raul654)


Mit 28cm Flügelspannweiten einer der größten Schmetterlinge. Man findet diesen schönen Schmetterling in abgelegenen Regionen in Papua-Neuguinea. Er gilt heute als fast ausgestorben, da ihnen die Palmölplantagen zu schaffen machen.

Riesenwanzen

Frittierte Riesenwanzen

© Takoradee


Riesige Insekten, die als gefräßige Raubtiere ihr Dasein leben. Man findet diese in Bächen und Teichen. Ihr Biss ist sehr schmerzhaft. In Thailand werden diese jedoch gerne von Menschen verspeist.

Nashornkäfer

Nashornkäfer

© JohnSka


Dieser Käfer findet man im Amazonas, im Regenwald Südamerikas. Sie erreichen eine länge von 5 cm. Dieser Gattung der Käfer hat einen massiven Panzer. Damit haben sie im erwachsenen Alter kaum natürliche Feinde.

Ende

Wir hoffen, Ihnen hat unsere kleine Bilderreihe mit den größten Insekten der Welt gefallen.

Mücken

Was sind Mücken?

Mücken werden bei den Insekten zu den Zweiflüglern (Diptera) angeordnet. Im internationalen Sprachgebrauch werden sie Moskito genannt. Das Wort Moskito kommt aus der spanischen Sprache und bedeutet übersetzt „kleine Fliege“.
Die meisten Menschen erkennen Moskitos an Ihren nervigen aber eindeutigen Summen. Beim Stechen können Mücken eine Vielzahl an Krankheiten übertragen, wie z. B. Malaria, Enzephalitis, Gelbfieber, Denguefieber und Filariose. Dabei können Moskito auch bestimmte Krankheiten von Tieren auf den Menschen übertragen wie z. B. der West-Nil-Virus.
Erwachsene Moskitos sind schlanke, langbeinige Insekten mit runden Köpfen und langen Flügeln. Die Flügel ruhen auf dem Körper bei Nichtgebrauch.

Mücke

© Henrik Larsson – Fotolia.com

Mücken können sich von Honigtau, Nektar und Pflanzensäften ernähren. Dabei sind es ausnahmslos die weiblichen Moskitos die Menschen und Tiere stechen. Das eingenommene Blut dient dabei als Nahrung und wird benötigt, um Mückeneier zu produzieren. Nach der Blutentnahme sind die Mücken bis zu 150 % größer. Nach der Aufnahme legen Sie Ihre Eier in oder in der Nähe von Gewässern. Jede Gattung der Moskitos hat ein anderes Verfahren bei der Eiererzeugung.

Die Fiebermücken legen ihre Eier einzeln auf der Oberfläche des Wassers. Die Eier brauchen nur ein paar Tage, um zu brüten. Die gemeine Stechmücke legen bis zu 100 Eier auf schwimmende Flöße. Diese brauchen auch nur ein paar Tage zum brüten. Die asiatische Tigermücke benutzten nur feuchte Böden in der Nähe von Gewässern. Solange die Eier nicht mit Wasser bedeckt sind, brüten diese auch nicht. Die Eier können mehrere Jahre in dem Boden bleiben bevor diese schlüpfen.

Moskitos benutzen fast alle Gewässer als Brutplatz. Dabei dienen können Plätze z. B. wie Löcher in Bäumen oder sogar Gärten die überwässert werden.

Die Larven entwickeln sich Unterwasser. Diese besitzen dabei einen Beatmungsschlauch, den sie aus dem Wasser halten, um zu atmen. Bis zum Erwachsenwerden häuten sich die Larven mehrmals. Der letzte Schritt zur ausgewachsenen Mücke ist das Puppenstadium. Dabei schwimmen diese knapp unterhalb der Wasseroberfläche, während sich die Mücke in einer Schale befindet. Während dieser Phase ist das Insekt sehr aktiv. Nach dem Stadium puppen sich die Moskitos aus ihrer Schale und brechen sie dabei in zwei. Größtenteils entpuppen die Moskitos bei Nacht. Wissenschaftler glauben dabei, dass das Gewässer dann ruhiger ist und die junge Mücke nicht so leicht ertrinken kann.

Die vielen Arten stechen auch immer zu anderen Tageszeiten. Die Mosktios die als Krankheitsüberträger dienen stechen überwiegend abends und im Morgengrauen.

Die Arten

Gegen Mücken vorgehen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten gegen Mücken vorzugehen. Dabei unterscheiden sich die Arten dabei, ob dabei das Insekt ferngehalten oder vernichtet werden soll.

Die Mücke fernhalten
Die typischen Mückensprays funktionieren nach Tests recht gut. Jedoch gibt es große unterschiede. Hier in der Heimat sollte man z. B. zu Autan Family Care greifen. Dieses Spray hat bei Stiftung Warentest die Note „gut“ bekommen.
Sollten Sie in Gegenden unterwegs sein, die krankheitsübertragende Moskitos beheimaten, sollten man zu Anti Brumm Forte greifen.
Moskitos lassen sich außerdem effektiv mit Moskitonetzen aus Haus und Bett fernhalten. Ein Netz für das Bett findet man hier. Ein Netz mit Magnethalterung für Türen und die Fenster nicht vergessen. Duftkerzen, ätherische Öle sowie UV-Lichtfallen und Ultraschall funktionieren kaum bis gar nicht. Als finger weg!

Moskitos vernichten
Ein paar wenige Möglichkeiten stehen uns hier auch zu. Am Anfang kann man versuchen die Brutstätten zu entfernen damit den Larven den Lebensraum zu berauben. Jedoch ist das nicht immer möglich oder gewollt. In Teiche, Tümpel oder andere Gewässern kann man den Brutstätten minimieren, indem man bestimmte Tabletten darin auflöst. Der Wirkstoff heißt Bacillus thuringensis und ist vollkommen biologisch. Diese Tabletten kann man hier erwerben.

Insekten essen

Einleitung

Essbare Insekten gelten als eine fettarme und proteinreiche Nahrung für Menschen, Haustiere und Vieh in der Landwirtschaft. Laut UNO gibt es außer der Ernährung weitere Vorteile: bessere Treibhausgasemissionen als Fleisch, Arbeitsplatzbeschaffung und die Ernährung von hungernden Menschen in Entwicklungsländern.

Wer isst schon Insekten

Vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika gibt es 2 Milliarden Menschen, die bewusst Insekten essen.
Doch auch wir essen in Prinzip schon Insekten. Künstliche Farbstoffe sind mittlerweile verpönt und die Nachfrage an natürlichen Lebensmittelfarben steigt. Viele Farbstoffe kommen von Insekten.
Für eine rote Färbung sorgt die Schildlaus, oft aus Peru exportiert, die Bestandteil von einem bekannten italienischen Aperitif und international beliebte Marke für Erdbeerjoghurt ist.
Auch in der Pharmazie werden gerne Bestandteile von Insekten zur Färbung benutzt.

Insekten essen

© Foto66 – Fotolia.com

Was steckt drin?

Wissenschaftler haben schon längst herausgefunden, dass essbare Insekten mehr Protein und Ballaststoffe als Rindfleisch haben, dafür aber weniger Fett besitzen. Zusätzlich enthalten sie eine hohe Dosis an nützlichen Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium, Phosphor, Selen und Zink.

Gut für die Umwelt

Insekten verwandeln im Durchschnitt zwei Kilogramm Futtermittel in ein Kilogramm essbares Fleisch. Im Vergleich: Rinder benötigen acht Kilogramm Futter, um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren. Dabei produzieren die Insekten viel weniger Treibhausgase als Rinder.

Die Gewinner

Insekten als Nahrung ist ein boomender Markt. In den richtigen Gebieten haben Investoren bisher unerhörte Gewinne eintreiben können. In Afrika bescheren einem Sammler vier Wasserflaschen gefüllt mit Heuschrecken etwa 15 €. Einige Raupen im südlichen Afrika und in Südostasien gelten als Delikatessen und haben daher hohe Preise.

Insektenbetriebe sind meist sehr klein und eher in den Nischenmärkten angesiedelt. Da Insekten quasi überall auf der Welt zu finden sind, sind diese eher an die Lebensgewohnheiten des Menschen auffindbar.

Insekten als Recycling

Die Europäische Union förderte ein Forschungsprojekt mit drei Millionen Euro, die sich mit den gemeinen Stubenfliegen beschäftigten in Bezug auf Recycling. Die Stubenfliege isst tierische Abfälle und produziert dabei im Wesentlichen Futtermittel für Tiere. Landwirte bezahlen momentan horrende Summen, um tierische Abfälle loszuwerden.

Glühwürmchen

Warum Glühwürmchen leuchten

Einleitung

Jeder kennt Glühwürmchen zumindest aus Film und Fernsehen. Doch kaum jemand weiß etwas Näheres über sie.
Glühwürmchen sind in Wirklichkeit keine Würmer, sondern Käfer. Sie gehören zur Familie der Lampyridae. Da sie keine Würmer sind, werden sie im deutschen Sprachgebrauch manchmal richtigerweise Leuchtkäfer genannt.

Leuchtkäfer

© Cathy Keifer – Fotolia.com

Vorkommen

Es gibt etwa 2.000 Arten Glühwürmchen. Diese Insekten bevorzugen eine warme Umgebung in gemäßigten Regionen. In diesen Regionen sind sie ein vertrautes Bild an sommerlichen Abenden. Glühwürmchen lieben Feuchtigkeit und werden daher oft in feuchten Regionen wie in Asien und Amerika gefunden. In trockeneren Gebieten werden sie um nasse oder feuchte Bereiche gefunden.

Das Leuchten

Der Name impliziert es schon. Das Glühwürmchen leuchtet, jedoch wissen viele Menschen nicht warum. Diese Art von Insekten besitzt Leuchtorgane, die sich im Hinterleib befinden. Diese Leuchtorgane nehmen Sauerstoff auf und in spezielle Zellen löst sich mit einer Substanz namens Luciferin eine chemische Reaktion aus. Die Reaktion erzeugt kaum Wärme.

Warum leuchten Leuchtkäfer

Glühwürmchen leuchten meist in Schüben und blinkenden Mustern. Jede Art hat Ihre einzigartigen Mustern. Diese Muster sind ein optisches Signal um potenzielle Partner anzulocken. Bei einigen Arten leuchten nur die Weibchen. Noch sind sich Wissenschaftler nicht einig, wie diese Insekten diesen Prozess des An- und Ausschaltens steuern.
Eine zusätzliche Funktion des Leuchtens ist der Abwehmechanismus. Sie ist eine klare Warnung an Feinde um einen unappetitlichen Geschmack zu implizieren.

Ernährung

Weibliche Glühwürmchen legen Ihre Eier in den Boden, wo die Larve bis zu Ihren Erwachsenenalter bleibt. Als Larve können diese auch schon leuchten. Sie ernährt sich con Würmern und Schnecken. Diese bewerkstelligt sie, indem sie eine betäubende Flüssigkeit in den Feind injiziert.

Erwachsene Glühwürmchen meiden solche Nahrung und ernähren sich deshalb nur von Nektar und Pollen.

Anatomie von Insekten

Haben Sie sich jemals gefragt, was ein Insekt von innen aussieht? Oder ob ein Insekt ein Herz oder ein Gehirn hat?

Einleitung

Die Anatomie eines Insekts ist sehr einfach. Der dreiteilige Darm verdaut Nahrung und absorbiert dabei die Nährstoffe, die das Insekt zum Überleben braucht. Ein Gefäß garantiert den Blutkreislauf. Nerven bündeln sich in verschiedenen Ganglien (Nervensystem), um die Bewegung, Sicht, Nahrungsaufnahme und Organfunktionen zu steuern.

Insect_anatomy_diagram.svg

von Piotr Jaworski, PioM (Current version is the source of Image:Robal.png) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Das Bild zeigt ein typisches Insekt im Querschnitt und zeigt uns im Wesentlichen, wie ein Insekt aufgebaut ist. Wie alle Insekten hat unser Insekt oben 3 Körperregionen. Kopf(A), Thorax(B) und Abdomen(C).

Nervensystem

Das Nervensystem besteht aus dem Gehirn(5), welches sich im Kopf befindet, sowie dem Nervenstrang(19). Der Nervenstrang verläuft durch den ganzen Körper, bis hin zum Abdomen.

Das Gehirn besteht aus lediglich 3 Paare Nervensysteme, die jeweils eine andere Funktion haben. Das erste Paar (Protocerebrum) hat eine Verbindung zu den Facettenaugen(4). Das zweite Nervenstrangpaar (Ocelli) verbindet die Punktaugen(2,3). Zum Schluss der Tritocerebrum, welches eine Verbindung zu den Antennen(1) und dem Rest des Nervensystems hat.

Unterhalb des Gehirnes befindet sich eine weitere Verschmelzung von Nervensystemen(31), die hauptsächlich das Mundwerkzeug, Speicheldrüsen und die Nackenmuskulatur steuert.

Ein zentraler Nervenstrang verbindet das Gehirn mit den anderen Nervensträngen. Drei Paare von Brustganglien(28) steuern Beine, Flügel und Muskeln.

Bauchganglien steuern die Muskeln im Bauch, der Geschlechtsorgane, des Afters und alle sensorischen Rezeptoren am hinteren Ende des Insekts.

Ein separates Nervensystem(Stomodaeal) steuert lebenswichtige Organe wie Verdauungs-und Kreislaufsystem.

Verdauung

Das Verdauungssystem ist beim Insekt ein geschlossenes System. Die Speiseröhre verläuft durch den ganzen Körper. Nahrung kommt durch das Mundwerkzeug in das System und wird bei der Reise durch den Körper zum After langsam verdaut. Jeder der drei Abschnitte des Verdauungskanals dient einem anderen Prozess der Verdauung.

Die Speicheldrüsen(30) produzieren Speichel, der zum Mundwerkzeug geleitet wird. Speichel vermischt sich mit der Nahrung und beginnt schon mal den Prozess der Zerlegung.

Die Abschnitte des Verdauungstrakts sind Vorderdarm (27), Mitteldarm (13) und im Enddarm (16). Die Hauptarbeit leistet der Mitteldarm.

Blutkreislauf

Insekten haben keine Venen oder Arterien, dennoch haben sie ein Kreislaufsystem. Wenn Blut ohne die Hilfe von Gefäßen bewegt wird, nennt man so ein Organismus einen offenen Kreislauf. Insektenblut (Hämolymphe) fließt frei durch den Körper und steht in direktem Kontakt mit Organen und Geweben.

Insektenblut besteht nur aus etwa 10 % Blutzellen (Blutkörperchen), der Rest ist wässriges Blutplasma. Das Insekten Kreislaufsystem transportiert keinen Sauerstoff, wie bei Menschen. Hämolymphe ist in der Regel grün oder gelb.

Sauerstoff

Auch Insekten brauchen Sauerstoff. Sie inhalieren, wie wir Sauerstoff und atmen dann Kohlenstoffdioxid aus. Jedoch wird der Sauerstoff direkt zu den Zellen geliefert.

An der Seite vom Thorax und Abdomen befinden sich kleine Löcher(8), um Sauerstoff aus der Luft zu entnehmen. Die meisten Insekten haben ein Paar Luftlöcher pro Körpersegment. Kleine Klappen halten die Luftlöcher geschlossen.

Wasserinsekten können mit den Luftlöchern regelrechte Luftsäcke erstellen, damit sie unter Wasser atmen können.

Was sind Insekten?

Im Tierreich sind die Insekten die größte Gruppe. Schätzungen ergeben dass es über 1.000.00 Insektenarten auf dem Planeten gibt und das in jeder denkbaren Umgebung, in Vulkanen und auf Gletschern.

Insekten helfen uns durch die Bestäubung unserer Pflanzen, Zersetzung von organischer Materie, sie geben den Forschern Hinweise auf die Krebsheilung und sie geben sogar Hinweise um Verbrechen aufzuklären. Insekten sind aber nicht nur hilfreich. Sie können genauso gut den Menschen schaden, indem sie Krankheitenerreger auf Mensch, Tier und Pflanzen übertragen.

Marienkäfer

© Serghei Velusceac – Fotolia.com

Insekt Klassifizierung

Insekten gehören zum Stamm Arthropoden (Gliederfüßler). Alle Tiere im Stamm Arthropoda haben Exoskelette, segmentierten Körper, und mindestens drei Beinpaare. Andere Klassen, die zum Stamm der Arthropoda gehören, sind Arachnida (Spinnen), Crustacea (Krebse) und Myriopoda (Tausendfüßler).

Insekten werden noch mal in 29 Gruppen unterteilt. In diese Gruppierungen werden Insekten mit gleichen Eigenschaften eingefügt. Einige Insektologen organisieren die Insekten unterschiedlich, meistens mit evolutionären Verbindungen anstelle von körperlichen Merkmalen. Für die bessere Identifizierung sind aber die herkömmlichen 29 Gruppen besser, da man die körperlichen Unterschiede sofort erkennen kann.

Folgendes ist ein Beispiel für die Einstufung eines Insekts, wie der Kleine Monarch:

Unterordnung: Glossata
Überfamilie: Papilionoidea
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Danainae
Gattung: Danaus
Art: Kleiner Monarch

Eine Insektenart kann auf der Erde in vielen Regionen auftreten und kann deshalb auch Mehrer regionale Namen haben. Der wissenschaftliche Name ist von Insektologien spezifiziert und gilt auf der ganzen Welt.

Insekt Anatomie Grundlagen

In der Grundschule lernen wir die grundlegende Definition von Insekten: Es sind Organismen mit drei Beinpaaren und drei Körperregionen: Kopf, Thorax und Abdomen. Insektologen fügen meist hinzu, dass Insekten ein Paar Antennen und externe Mundwerkzeuge besitzen. Bei fortgeschritten Wissen über Insekten werden Sie feststellen, dass es einige Ausnahmen zu diesen Regeln gibt.

Der Kopf Bereich

Der Kopfbereich ist an der Vorderseite des Körpers und enthält die Mundwerkzeuge, Antennen und Augen.

Das Mundwerkzeug dient dazu, sich von verschiedenen Sachen zu ernähren. Einige Insekten ernähren sich von Nektar und haben deshalb als Mundwerkzeug ein Rohr, dass Rüssel genannt wird. Dieser Rüssel ist dann in der Lage Flüssigkeiten aufzusaugen. Andere Insekten haben Mundwerkzeuge zum Kauen und fressen daher Blätter oder andere Pflanzenteile. Einige Insekten beißen oder kneifen und andere stechen und saugen Blut oder pflanzliche Flüssigkeiten.

Die Antennen gibt es in vielen verschieden Formen und kann sehr gut zur Identifizierung und Eingruppierung dienen. Antennen werden verwendet um Geräusche, Vibrationen und andere Umwelteinflüsse wahrzunehmen.

Insekten haben zwei Arten von Augen – Facetten- und Punktaugen. Facettenaugen beinhalten viele große Linsen, somit erhält das Insekt ein viel komplexeres Bild von seiner Umgebung. Ein Punktauge enthält nur eine einzelne Linse zu Hell-dunkel-Wahrnehmung. Einige Insekten haben beide Arten von Augen

Der Thorax

Am Thorax sind die Flügel und Beine befestigt. Alle sechs Beine sind am Thorax angebracht. Am Brustkorb sind auch zusätzlich Muskeln befestigt, um die Bewegungen zu kontrollieren.

Die Beine bestehen aus 5 Teilen und können dabei verschiedene Formen haben, die an das Insekt angepasst sind. Grashüpfer, zum Beispiel, haben Beine, die auf Springen ausgelegt sind, während Bienen Beine mit Körben besitzen die Pollen halten können.

Die Flügel gibt es auch in verschiedene Formen und Größen und sind dabei wieder ein wichtiger Hinweis zur Identifizierung und Eingruppierung. Schmetterlinge besitzen Flügel mit überlappenden Schuppen, oft in leuchtenden Farben. Einige Insektenflügel erscheinen transparent, sichtbar ist dann nur ein Netz mit Venen. Im Ruhezustand halten Insekten wie Käfer und Gottesanbeterinnen ihre Flügel flach gegen ihren Körper. Andere Insekten, wie Schmetterlinge und Libellen, halten ihre Flügel vertikal.

Abdomen

Der letzte Bereich nennt sich Abdomen und enthalt alle lebenswichtigen Organe des Insekts. Insekten besitzen Verdauungsorgane, einschließlich eines Magen und Darm, die Nährstoffe aus der Nahrung entnehmen und Abfallstoffe absorbieren. In diesen Bereich befinden sich auch die Geschlechtsorgane sowie Pheromondrüsen. Mit den Drüsen markieren Insekten und ziehen potenzielle Partner an.

Wenn sie das nächste Mal im Garten oder im Haushalt eine Motte oder ein Marienkäfer entdecken, schauen Sie das Insekt mal genauer an. Schauen Sie die 3 Bereiche an und welche Form die Antennen haben. Wie werden die Flügel gehalten? Alle diese Hinweise helfen Ihnen, das Insekt zu identifizieren und diese auch in die richtige Gruppe einzuordnen.